HypnoseJoggenmotivation

Lauftagebuch X oder der Zauber der spirituellen Schönheit.

Lauftagebuch X oder der Zauber der spirituellen Schönheit.

Der Tag beginnt mit den 2 K´s. Katze und Kaffee.
Ich genieße diesen besonderen Moment des Morgens und es dürfte mir auch niemand in die Quere kommen dabei, denn dann würde ich ungenießbar werden.

Aufwachen, den Tag begrüßen, aufstehen, Hund begrüßen, Katzen begrüßen, Terrassentür auf, Hund raus, Kaffeemaschine an, Hund rein und dann den Stuhl ins Eck gerutscht, Katze auf den Schoß, auf den Startknopf der Maschine drücken und dann den puren Genus des schwarzen Goldes, mit einem Schuss Milch, zelebrieren, in meditativer Ruhe.

Eine Runde Gassi mit Nacoma. Sie ist voll im Jagdfieber. Ich beschließe der alten Dame,
den Spaß zu lassen.

Heim, die Viecherei füttern, Joggingklamotten an und los.

Der erste Kilometer läuft flüssig, ich bin noch zu sehr im Kopf, weil ich mir Gedanken um meinen Puls mache, der zu Hoch ist.

Piep…der erste Kilometer geschafft. Weiter geht es. Die Sonne scheint und ich komme in fahrt. Ich bewundere den Zauber der Landschaft und mein Blick schweift über die Äcker. Plötzlich sehe ich ein Reh. Es ist ein sehr großes Reh! Himmel, es ist kein Reh, es ist eine Hirschkuh!

Ich bleibe abrupt stehen und fasziniert schaue auf den Punkt, wo das Tier steht. Sie schaut zurück. Ich atme schneller, das kann doch nicht sein, mitten auf dem Acker in Winzenhohl, keine 200 Meter von Häusern und von der Straße entfernt, steht mein Totemtier.

Ich kann mich kaum entziehen und bin gebannt. Welch ein wundervoller Zauber, welch wunderschönes Geschenk. Eine Nanosekunde blicken wir uns noch an, dann dreht sie sich um und entschwindet im Nichts. Es ist so als wäre sie nie da gewesen.

Ich lächel, bin noch ganz in meinen Gedanken und kann mein Glück kaum fassen. Wie kann das sein? Dann höre ich meine innere Stimme, die mir sagt: „Warum fragst du immer so blöde, ob das sein kann!“ Ach, was liebe ich meine innere Logik, meine innere Stimme, die mich so kompetent berät.

Zu meiner Linken ruft der Fasan. Der kleine Bandit! Was hat er mich in letzter Zeit geärgert! Sein Freund der Reiher und der Storch auch und trotzdem bin ich immer wieder von den Botschaften der Tiere fasziniert.

Krähen, Bussarde oder Milane begleiten mich fast täglich und ich freue mich über deren Schönheit.

Momentan ist der Fasan, der von Reichtum erzählt und der Reiher, der mir immer sagt: „Es kommen Veränderungen auf dich zu“, meine Begleiter.

Unter uns gesagt, der Reiher macht mir momentan Angst. Weil die Veränderungen etwas weh tun, die er ankündigt. Mein Hund mag ihn auch nicht, aus verständlichem Grund. Ist ja ein Jagdhund, der Vögel zum Fressen gern hat.
Wahrscheinlich merkt sie, das es Frauchen etwas durcheinander bringt, wenn der gefiederten Freund auftaucht. Meine Freundin erzählte mir, dass sie ein Reiherpärchen gesehen hat.

Nun wird mir Himmelangst!

Dann die Störche! Auf dem Weg nach Berlin zwischen Fulda und Kassel stehen neun Stück auf der Wiese.
Wow! Doch so wenig!
Zum Glück bin ich nicht mehr im gebärfähigen Alter!
Spaß bei Seite.
Sie kündigen einen Neuanfang an und immer wenn ich so viele auf einmal sehe, kommt auch etwas Neues.
Das war schon immer spannend und aufregend.

Entspannt laufe ich weiter, der erste Anstieg kommt, dann ein Stück gerade aus und den Berg runter.
Ich löse die Handbremse, grüße Jesus und jogge den Berg hoch ohne zu fluchen!
(fürs Protokoll)
Oben angekommen, genieße ich die Sonne und flitze weiter, laufe um die Kurve und breche in schallendes Gelächter aus.

Freund Fasan läuft im gemächlichen Schritt, keine 10 Meter vor mir, über die Straße.

Was für ein wundervoller Tag, mit wundervollen Geschenken der Natur. So wertvoll und Weise, wenn man die Augen und das Herz dafür offen hat.

Ich bedanke mich nochmal.

Meine Zeit habe ich um 2 Minuten verbessert, aber der Puls ist ziemlich hoch.

Ich muss das beobachten.