Emotional, emphatisch und wie durchbreche ich die Schallmauer

Emphatisch, emotional und wie durchbreche ich die Schallmauer.

 

Ich will es dringend aussprechen! Es ist gerade eine Scheiß Zeit! Unspirituell, spirituell auf den Punkt gebracht. Ich muss mich mit Dingen rumschlagen, auf die ich überhaupt keinen Bock habe! Dazu gehören Vermieter, die kurz nach Einzug beschließen das Objekt zu verkaufen und seitdem ein Fass nach dem anderen aufmachen.

Ich könnte aus der Haut fahren und stoße an meine Grenzen. Alles wird mir zu Eng und ich bekomme keine Luft mehr. Ich distanziere mich von Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind. Ich ziehe mich zurück und nehme emotionalen Urlaub um aufzuräumen und schaffe es nicht in mein Herz zu gehen.

 

Mit der Selbstfindung ist das immer so eine Sache. Ich reflektiere die letzten Wochen. Ich kenne mein Verhalten und doch ist es diesmal anders. Ich merke das ich emphatisch, emotional bin. Ich wäre ein schlechtes Medium, wenn ich mich nicht auf mein Empathie verlassen könnte und dennoch war der Anteil, der Gefühle, in der letzten Zeit zu groß, zu mächtig und ich habe mein Ziel aus den Augen verloren. Gekämpft an Fronten, die ich mit Leichtigkeit bewältigen hätte können und erstarrt, als ich kämpfen hätte müssen. Die Angst war mein Begleiter.

 

Das ist eine hochexplosive Mischung. Menschen bekommen es ab, die ich liebe und denen ich nur das Beste wünsche. Was ist mit mir los? Warum sind Veränderungen immer so anstrengend oder empfinde ich das nur so?

Ich laufe und komme nicht in meinen Rhythmus. Ich stoppe zweimal, muss die Schnürsenkel lockern. Gott ist das passend. Das Gefühl zu ersticken kommt hoch. Beim ersten Anstieg breche ich ab und fange an zu gehen. Ich könnte kotzen, ärgere mich über mich selber!

Dann, oben angekommen, geht es den Berg runter. Ich bremse mich, Gedanken der letzten Zeit, Schuldgefühle, Sehnsucht, Wut, Enttäuschungen, starre und noch viel mehr Emotionen, Bilder stürmen auf mich ein. Ich versuche sie zur Seite zu schieben und werde immer geladener.

Wo ist meine Mitte!

Heute möchte ich nicht mit Jesus reden!

Dann geht es hoch. Plötzlich ist der Funke da, meine innere Mitte. Ich halte dieses kleine Teil gedanklich fest und mit jedem Schritt versuche ich das Licht wachsen zu lassen. Ich stelle mir einen Tropfen Wasser nach dem anderen vor, der in ein stilles Wasser fällt. Die kleinen Wellen werden immer mehr und trotzdem herrscht Stille und Ruhe, denn sie laufen aus und am Rand wird es wieder ruhig.

Und dann die Explosion!

Flügel breiten sich aus mit denen ich den Berg hoch fliege und oben angekommen durchbreche ich die Schallmauer und renne um mein Leben.
Ich renne nicht um mein Leben, weil ich Angst habe, sondern weil ich rennen muss, um alles raus zu lassen und ich spüre das Glück, mein leuchten, meine Farben.

Ich spüre die Freiheit, habe Flügel und möchte mich nicht mehr bremsen lassen!
Ich habe noch einen Weg vor mir…… Wer wäre ich, wenn ich diesen nicht gehen würde!

 

Diese Gedanken hatte ich gestern wirklich.

Es ist nicht immer einfach, neue Wege zu gehen, vor allen Dingen wenn man spürt das etwas „GROßEs“ ansteht.

Man kann es noch nicht sehen, aber es gibt Vorahnungen.

Wenn man medial arbeitet, dann erwischen einen diese Visionen  oft von der Seite und man strauchelt. Es erdrückt einen fast und trotzdem kann man es nicht greifen. Diese körperlichen Wahrnehmungen gehören dazu. Es sind die Vorboten von einem neuen Lebensabschnitt.

Mein Tip:

Gehe nicht zurück, sondern stelle Dich Deinen Ängsten. Sie werden so lange wiederkommen, bis du es verstanden hast.

Angst frei laufen. Gewinnerpotenzial entwickeln

Ich bin vor dem Wecker wach, das ist in letzter Zeit die Norm und ich habe Kopfschmerzen!

Die Angst vor den Migräneattacken im letzten Jahr, nach dem Joggen, schwingt ein bisschen mit, aber ich denke „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ und laufe los.
Da es heute die Berg und Talstrecke ist, laufe ich als Hochpulsler nicht nach Puls, sondern nach Schnelligkeit, den Puls habe ich minimal im Auge.

Los geht es!

Der erste Kilometer flutscht und beim zweiten muss ich stehenbleiben, um ein Bild zu machen. Oh..eine Whats Nachricht. Da Frau ja Multitasking ist, beantwortet sie die „verry important Massage“ umgehend. Ich habe meinen Coach im Ohr: „Fr. Englert, ihre Pace!“ Ich fuchtel ein bisschen am Ohr herum, in der Hoffnung die Stimme wird leiser, tut sie aber nicht. Zack, wieder losgelaufen und eine Sprachnachricht auf gezwitschert. Alles ist möglich – die Pace, für diese Runde ist im Eimer.

Shit Happens!

Nun geht es Bergab, Heureka! Unten, an der Wegkreuzung ist wieder Jesus, den ich mit einem saloppen:“ Moin, Jesus!“ begrüße. Irgendwie kommt es mir vor, als würde er schmunzeln.
Ich nehme die Kurve mit Schwung und nun….Argh…. Bergauf, aber wie!
Ich nehme Tempo zurück, nun habe ich meinen Puls im Auge. Die Gedanken schweife zurück, in das letzte Jahr, denn nach so einer Kraftanstrengung, katapultierte es mich innerhalb von Minuten in heftigste Migräneanfälle hinein.
Ich bin noch nicht ganz angstfrei! Das merke ich extrem, wenn ich gefragt werde, ob ich in der Gruppe oder mit jemanden zusammen laufen möchte. Ich winde mich wie ein Aal.

Dieser Angst stelle ich mich auch noch, genauso wie ich mich heute der Angst gestellt habe, als ich mit Kopfweh losgelaufen bin.

Ich merke, wie ich ein Gewinnerdenken entwickel. Ich will gewinnen und nicht irgendwas! Ich will Lebensfreude, Energie, Mehrwert, Spaß und Freiheit gewinnen und ich will den verdammten Marathon unter 2 Stunden 20 Minuten laufen!

Es läuft den Berg runter und ich verspüre das erste mal seit Jahren „Freiheit“!

PS: Die Kopfweh sind gekommen, aber ich halte das aus. Das ist wunderbar und das Freiheitsgefühl verstärkt sich. Seit dem 27. Januar bin ich Migränetabletten frei!